Journalistenzentrum Deutschland erhebt Eingabe gegen geplante Änderungen des I-Visums
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Das Department of Homeland Security der Vereinigten Staaten von Amerika plant, den Status des I-Visums (Journalistenvisum) mit drastischen Einschränkungen zu verändern. So soll es Journalisten zukünftig nur noch erlaubt sein, für 240 Tage in den USA zu arbeiten, mit einer einmaligen Möglichkeit zur Verlängerung um weitere 240 Tage. Aufgrund der geplanten drastischen Verkürzung der Gültigkeitsdauer des I-Visums können Medienvertreter dadurch nicht mehr in einem Umfang berichten, der qualitativ, langfristig und frei von Behinderungen ist. Die Dauer der Recherche eines Journalisten kann entscheidend für die Qualität der Berichterstattung sein. Gleichzeitig kann jede Einschränkung der Rechte von Journalisten von Diktaturen und Drittstaaten als Blaupause genutzt werden. Darüber hinaus weckt eine solche Einschränkung der Arbeit von Journalisten in den USA die Befürchtung, dass selbst demokratische Länder dieses Procedere nachahmen werden. Auch Kollegen aus den Vereinigten Staaten könnten dann nicht mehr uneingeschränkt arbeiten. Im 40 Jahre alten I-Visum-Programm sind keine bekannten Probleme mit Antragstellern für die Vereinigten Staaten aufgetreten, sodass das Journalistenzentrum Deutschland dem zuständigen Ministerium in einer Eingabe empfiehlt, die vorgeschlagenen Änderungen der I-Visum-Bestimmungen zu streichen. DPV und bdfj vertreten weltweit tätige Journalisten und dabei auch Berichterstatter, welche mit einem Visum Typ I in den USA arbeiten.